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Erfahrungsbericht einer Absolventin des freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ)

 

Ich bin Anna-Lina, 19 Jahre alt, und arbeite  als FÖJlerin bei der Jugendfarm Stadtteilbauernhof in Bad Cannstatt. Auf dem Hof sind wir aufgeteilt in Hort und Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ich bin bei der Offenen tätig und arbeite dort mit 3 Mitarbeitern. Meine Aufgaben dort sind unter Anderem, Kindern, die dorthin kommen, den Umgang mit den Tieren auf dem Hof zu zeigen. Wir füttern gemeinsam die Tiere und misten die Ställe aus. Die Pferde putzen wir und beschäftigen diese, indem wir mit ihnen Bodenarbeit auf dem Sandplatz machen oder spazieren gehen. Auch führe ich verschiedene Gruppen und Schulklassen über den Hof. Hierbei geht es darum, zu erfahren, welche Tiere wir seit wann haben und an welchen Programmpunkten, die wir anbieten, die Kinder teilnehmen können. Hier einige Beispiele: Steinmetzarbeit, Hüttenbau, verschiedene Holzarbeiten, im Garten oder die Beschäftigung mit den Tieren und ihrer Umgebung.
Mir macht es sehr viel Spaß auf dem Hof zu arbeiten, weil ich es liebe mich mit Tieren zu beschäftigen und unser Mitarbeiter-Team einfach super ist. Ich kam relativ schüchtern auf den Hof und habe mich innerhalb von diesem Jahr persönlich sehr weiter entwickelt. Als ich dann die Kindergruppen über den Hof geführt habe und mich mit ihnen beschäftigen musste, wurde ich nach und nach immer mutiger. Ebenfalls habe ich gelernt Verantwortung für viel mehr Aufgaben zu übernehmen, als ich gewohnt war. Ich arbeite selbstständig und kann selbstbewusster auftreten. Zu Beginn hatte ich Angst von meinem zu Hause in Berlin weg zu gehen, vor allem, weil ich nicht wusste, was mich in der fremden Umgebung erwarten wird. Aber es tut gut, etwas Neues kennen zu lernen. Ich kann es jedem weiterempfehlen, der sich nicht sicher ist, was er/sie nach der Schule machen will oder einfach mal eine Pause von Schule, Ausbildung etc. haben und eine andere Stadt und Umgebung kennenlernen möchte.